Die Entstehung und die Bedeutung des Wanderns

Wanderwege - Todtnau WasserfallWandern wird in der freien Natur ausgeübt und ist eine Freizeitbeschäftigung, eine Sportart und eine Form des Gehens. Wandern wird in zweckgebundenes und zweckfreies Wandern differenziert. Die erste Begriffsbestimmung hatte früher Gründe, wie Arbeitssuche, Forschung oder Flucht und Handel. Im weiteren Sinn konnten auch militärische Märsche als zweckgebundenes Wandern definiert werden. Zweckfreie Wanderungen dienen dagegen der Ertüchtigung, der Gesundheit von Körper und Geist und manch anderen Selbstzweck.

Das Wandern in der freien Natur ist hochgradig auch vom Wetter abhängig. Der passionierte Wandersmann (bzw. Wandersfrau) jedoch lässt sich durch kein Wetter vom Wandern abhalten, schließlich gibt es nur “schlechte Kleidung”, “kein schlechtes Wetter”. Wenn man doch wissen will, wie das Wetter wird, gibt es zahlreiche Wettervorhersagen im Netz, wie z.B. hier wetter-und-freizeit.com. Dort findet man auch das passende Kleidungswetter für den aktuellen Tag.

Wandern ist die ursprünglichste Art der Fortbewegung. Seine Geschichte ist eng mit der Vergangenheit des Menschen verbunden. Wandern gehört zu den weitest verbreiteten Sportarten, weil es fast jedem möglich ist, diese Sportart auszuüben, ohne viele Voraussetzungen erfüllen zu müssen. Während der Wanderung liegt der besondere Reiz dieser Sportart in der direkten Erfahrung mit der Natur. Eine attraktive Umgebung und eine bestimmte Kennzeichnung der Wanderwege äußern sich als die Ansprüche der Wanderer. Die Literatur sieht die Ursprünge des Wanderns in der Zeit, bevor die Menschen sesshaft wurden.

Das Weiterziehen der Nomadenvölker mit ihren Tierherden von einem Ort zum anderen galt als Nahrungs- und Existenzgrundlage. Die Völker lebten im Einklang mit der Natur und das Weiterziehen ohne die Gemeinschaft war eine Strafe, weil der Schutz vor Gefahren im Gelände und vor wilden Tieren verloren ging.

Andere Thesen behaupten, das Wandern hat seinen Ursprung in der Pilgerbewegung. Die Gottsuchenden zogen damals waffenlos und barfuß von Ort zu Ort und mussten dabei warme Bäder und weiche Betten meiden. Während das Wandern lange Zeit einfach dazu nötig war, um von einem Ort zum anderen zu gelangen, entwickelte es sich um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert verstärkt zu einer Betätigung für die Steigerung des eigenen Wohlbefindens.

Mit dem Begründer des deutschen Turnwesens Friedrich Ludwig Jahn tendierte das Wandern zu einer Volksbewegung. Der Turnvater proklamierte das Wandern als Zugehörigkeit zum turnerischen Leben und machte es damit zum Sport im Verein. Die ersten Wandervereine wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet. Zu den ersten Wandervereine gehörte der Deutsche Alpenverein (gegr. 1869). 1883 wurde der Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. ins Leben gerufen. Er fungierte als Dachverband aller deutschen Wandervereine. Der Schweizer Alpenklub SAC hatte mit dem Jahr 1863 seine Geburtsstunde noch etwas früher.

An der Philosophie des Wanderns hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Wanderer suchen immer noch den bewussten Kontakt mit den Bildern der Natur. Bei der Sportart haben sich bis zur heutigen Zeit viele Varianten entwickelt, die entweder neues Terrain erschlossen haben, oder den Trainingseffekt in den Fokus rücken. In einer attraktiven Umgebung fördert das Wandern mehr als alle anderen Sportarten den bewussten und unmittelbaren Kontakt zu der Natur.

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