Wandern im Herbst

Wandern im Herbst

Mitteleuropa liegt in der mäßig-warmen Kontinentalklimazone mit warmen Sommern, lauen Frühlings- und Herbsttagen, sowie kalten und dennoch nicht eisigen Wintern. Der Herbst lockt Wanderer aus der ganzen Welt nach Mitteleuropa und dort vor allem in die Bergwelt. Trotz blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein sind die Temperaturen angenehm mild. Nur am Morgen und am Abend kühlt sich das Klima deutlich ab und lässt den nahenden Winter bereits spüren. Während es in Bereichen mit Seeklima in den Herbstmonaten sehr häufig regnet, ist es in Mitteleuropa vorwiegend trocken.

Nachdem sich der Morgennebel lichtet, lädt die herbstliche Natur mit neuer Frische zu einem Tag voller Abenteuer und Wanderungen auf die Berge, in die Wälder oder entlang der Flüsse und Seen ein. Die Kombination aus Sonne und mildem Klima mit wenig Regen ist ideal für Wanderer, die ihre Umgebung erkunden und ohne die Gefahr einer Überhitzung aktiv sein möchten. Zusätzlich sorgen das bunte Laub und der frisch duftende Wind, die Wälder voller Pilze und Blaubeeren für ein charmantes Flair, das bei Wanderern auf besonderen Anklang stößt und für Begeisterung sorgt. Mit festem Schuhwerk und witterungsbeständiger Kleidung lädt der mitteleuropäische Herbst zu Ganztagsausflügen vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang ein.


Die 10 schönsten Regionen für Wanderungen in Deutschland

Der Hexen-Stieg im Harz

Der Harz ist ein Nationalpark, der von Baumriesen und Hochmooren, von schmalen Pfaden und Bohlensteigen durchzogen wird. Wanderer genießen nicht nur das sehr harte und raue Klima, sondern die malerischen Ausblicke entlang des 94 Kilometer langen Wanderweges durch den Harz. Das beliebteste Ausflugsziel in dieser Region ist der Brocken, auf dem eisige Winde wehen und im Herbst bereits Schnee fallen kann. Aber auch der St. Andreasberg mit seinem Glockenturm lässt einen ausschweifenden Blick über den Harz werfen, wenn die Wanderung nicht bis in schwindelerregende Höhen gehen und auf den Brocken oder mit der Seilbahn zum Hexentanzplatz führen soll.

Das fränkische Steinreich am Fuß des Frankenwaldes

Der Frankenwald ist reich an Kulturschätzen und ist der Ort Europas, in dem sich die größte Vielfalt unterschiedlicher Gesteinsformationen auf kleinem Raum befinden. Rund 75 Kilometer lang ist der Wanderweg, der vom Fichtelgebirge bis ins Rodachtal führt und die Natur von ihrer schönsten Seite entdecken lässt. Das Fränkische Steinreich ist ein Eldorado für Wanderer, die das Ursprüngliche lieben und nicht bei jeder Rast eine Gaststätte mit Unterkunft erwarten. Der Ausblick entschädigt für jeden Fußmarsch und zeigt die schönsten Orte am Fuße des tiefen Frankenwaldes.

Der Pfälzer Waldpfad am Dahner Felsenland

Der Pfälzer Wald ist das größte Waldstück in Deutschland und gilt obendrein als einziges Areal für Wanderer, welches in wenigen Gehminuten vom ICE aus erreichbar ist. Hier startet man am Hauptbahnhof in Kaiserslautern und befindet sich nach kurzer Zeit in einem Wald, der hinter jeder Biegung mit Überraschungen aufwartet und zum Staunen anregt. Bizarre Felsformationen und Felsburgen säumen die Wege und verleihen der Region mit 140 Kilometern Länge eine harte und unwegsame Ausstrahlung.

Der Ederhöhenpfad Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen

Die Route mit einer Länge von 63 Kilometern heißt zwar Höhenpfad, führt aber in regelmäßigen Abständen hinunter zur Eder und ist daher eher eine Wanderroute mit abwechslungsreicher Steigung und Senkung. Auenwälder und Wacholderhaine sowie Buchenwälder säumen den Weg, der sich von Hatzfeld bis Vöhl erstreckt und die herbstliche Landschaft in ihrer schönsten Farbenpracht zeigt. Das Areal in Hessen gehört zu den beliebtesten Wanderpfaden bei Groß und Klein, da die Panoramas malerisch und die Umgebungsdetails abwechslungsreich sind.

Der Kyffhäuserweg bei Bad Frankenhausen

Der Rundweg Nähe Bad Frankenhausen ist mit seinen 37 Kilometern Länge einer der kürzesten Wanderwege in Deutschland. Dennoch gilt er bei historisch bewanderten und kulturell interessierten Ausflüglern als attraktive Route mit zahlreichen Besonderheiten. Mittelalterliche Burgen und die mediterrane Karstlandschaft verbinden Natur und Geschichte, was durch Hör-Erlebnisse entlang der Strecke gekrönt wird. Wer sich über die geschichtsträchtige Region informieren möchte, erhält auf seiner Wanderung auf dem Kyffhäuserweg an vielen Orten die Chance auf einen Vortrag zur historischen Vergangenheit dieser Region.

Die Vorwald- und Kammroute am Goldsteig im Nationalpark Bayrischer Wald

Stille Waldpfade, hohe Berge und Bachtäler ziehen sich entlang der 116 Kilometer langen Route vom Dreiburgenland bis ins Ilztal. Der Baumwipfelpfad krönt die Wanderung und gilt daher als Ziel, welches es auf der Strecke zu erreichen gilt. Aber auch fernab des Baumwipfelpfades bietet die Vorwald- und Kammroute am Goldsteig reichlich Abwechslung und lässt tief in die Atmosphäre des Bayrischen Waldes eintauchen. Im Herbst duftet der Wald besonders intensiv nach Pilzen, nach feuchtem Laub und nach purer Natur. Ein Highlight ist der begehbare in der Nähe von Neuschönau.

Der Schluchtensteig im Schwarzwald

Geröllhänge werden nur durch schmale Pfade unterbrochen, Brücken führen über Wasserfälle und lassen den Blick in tiefe Schluchten schweifen. Der Schluchtensteig im Schwarzwald gehört zu den abenteuerlichsten Wanderpfaden und ist nichts für Touristen, die unter Höhenangst leiden und die reißenden Bäche nicht überqueren können. Trittsicherheit spielt auf den 188 Kilometern Wanderweg eine sehr wichtige Rolle. Ein atemberaubender Streckenpunkt ist die Lotenbachklamm, in der seltene Tiere und Pflanzen ihre Heimat gefunden haben und den Beobachter faszinieren.

Der Heidschnuckenweg im Heideland bei Celle

In der blühenden Heidelandschaft gibt es kaum Berge, die nur mit großer Kraft erobert werden können. Das violett blühende Heidekraut säumt die Wanderwege und strahlt einen bezaubernden Duft aus. Rund um den Heidschnuckenweg ist alles urig, unberührt und von natürlicher Schönheit mit klarer Luft.

Die Steinbockroute Nähe Oberstdorf

Entlang der 2.000 Meter Grenze führt dieser Pfad hoch hinauf in die Berge und deren Einsamkeit. Für seine Mühen beim Aufstieg wird der Wanderer mit atemberaubenden Ausblicken belohnt, die neben dem bezaubernden Panorama auch ein paar tierische Begleiter – die Steinböcke – beinhalten können.

Die Insel Rügen

Kreidefelsen, hohe Steilküsten und weiße Sandstrände von endlos erscheinender Länge verbinden sich auf Rügen mit schmalen Waldpfaden, durch die die Sonnenstrahlen und der Duft des Meeres wie eine feine Brise erscheinen. Entlang der Wanderrouten finden sich immer wieder Sehenswürdigkeiten und Relikte aus vergangenen Tagen, wie zum Beispiel die Hünengräber, eine Anhäufung willkürlich zusammengetragener Steine. Ein Blick vom Königstuhl lässt den Wanderer unendlich klein erscheinen und lässt ihn spüren, wie groß und mächtig die Natur im Vergleich zu einem menschlichen Leben, dem Dasein der Schöpfung ist.

 

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